Traumfinale perfekt

Sonntag, 11. Juni 2006 um 11:33 Uhr

Nach einem spannenden 3-Satz-Match im ersten Halbfinale des gestrigen Tages stand es fest: erstmals seit 18 Jahren wird sich wieder ein deutscher Spieler in die Siegerliste der Schickedanz Open eintragen können.

Nachdem Mayer beinahe mühelos ins Halbfinale eingezogen war, musste er dort – wie in den Runden 1 und 2 – wieder über die volle Distanz gehen. 2 Stunden und 19 Minuten ließ er Zuschauer, Betreuer und Veranstalter zittern, ehe er den Russen Teimuraz Gabashvili mit 6:3, 4:6 und 7:6 niedergerungen hatte.

Im zweiten Halbfinale standen sich der an Position 5 gesetzte Tomas Behrend und Torsten Popp, der nur dank einer Wild Card ins Hauptfeld dieses Turniers gekommen war, gegenüber. Behrend startete furios, führte schnell mit 4:0 und gewann Satz 1 glatt mit 6:2. Im zweiten Satz drehte sich das Spiel; Popp lag nach wenigen Minuten mit 3:0 in Führung und konnte Durchgang Nummer zwei mit 6:2 für sich entscheiden. Im dritten Satz gaben beide Kontrahenten noch einmal alles. Beim Stande von 6:5 und drei Matchballen für Popp musste Behrend wegen einer Handgelenksverletzung aufgeben.

Am Abend trafen sich Sponsoren, Verbandsfunktionäre, Spieler, Schiedsrichter und Team im Hotel Pyramide, dem offiziellen Spielerhotel der Schickedanz Open, zum traditionell am Halbfinalsamstag stattfindenden Festabend. Nach einer Sektbegrüßung im Foyer des Hotels begab sich die Gesellschaft in den wunderschönen, durch seine Glaskonstruktion bestechenden Gizeh-Theben-Saal. Bereits während des opulenten mediterranen Buffets gab das Georg Kohlmann-Trio eine Kostprobe seines reichen Repertoires, später wurde munter das Tanzbein geschwungen. Die Showtanzgruppe des STS Wachendorf, die einen Ausschnitt aus dem Musical Grease vorführte, erntete reichen Beifall. An den gelungenen und abwechslungsreichen Abend wird sicherlich noch eine lange Zeit zurückgedacht werden. Heute starten wir, da Torsten Popp das Kunststück gelungen ist, in beiden Endspielen zu stehen, mit dem Einzel. Den Abschluss der 28. Auflage unseres Challengers bildet die Doppelbegegnung zwischen Philip Marx/Torsten Popp und Vasilis Mazarakis/Felipe Parada. Vielleicht schreibt Torsten Popp heute Schickedanz Open-Geschichte indem er als erster Spieler nach 25 Jahren beide Konkurrenzen gewinnt.