Koellerer stoppt Greul
Freitag, 06. Juni 2008 um 23:31 Uhr
Vor seinem Match gegen den für seine emotionalen Ausbrüche bekannten Österreicher Daniel Koellerer wirkte Simon Greul, der als einziger deutscher Spieler den Sprung in das Viertelfinale der Schickedanz Open 2008 geschafft hatte, äußerst gelöst. Von Inge Zietsman (Leiterin des Bereichs Player Service) auf den mit "Der Ruhige und das Bist" überschriebenen Artikel der Fürther Nachrichten angesprochen, entgegnete er keck: "Also so ruhig finde ich den Koellerer gar nicht."
Demonstrative Lockerheit und Selbstsicherheit waren gegen den konzentriert, nahezu fehlerfrei agierenden und ungewohnt "zahm" auftretenden Österreicher am gestrigen Tag jedoch nicht genug - nach gut eineinhalb Stunden Spielzeit war Greul mit 6:7 und 2:6 unterlegen. Koellerer trifft heute auf den Qualifikanten Alexandre Sidorenko (FRA), der sich im "Match der Verletzten" gegen den an Position 2 gesetzten Brasilianer Marcos Daniel mit 5:7, 6:1 und 7:6 behaupten konnte. Nach dem glatten Sieg über Dawid Olejniczak (POL) steht mit Alexander Peya ein weiterer Österreicher im Halbfinale des Dambacher Challenger Turniers. Peya trifft heute auf den Kolumbianer Santiago Giraldo, der im Viertelfinale gegen die Nummer 3 der Setzliste, Jesse Levine (USA), zu einem ungefährdeten 6:3 und 6:1 Erfolg kam. "Aufgrund seiner Spielanlage wird Giraldo auf dem Fürther Sand nur schwer zu schlagen sein", meinte Turnierdirektor André Zietsman nach Matchende.
In der Doppelkonkurrenz gab es am gestrigen Freitag eine kleine Überraschung. Die österreichisch-deutsche Paarung Daniel Koellerer/ Frank Moser war gegen das an Position 2 gesetzte Duo Diego Hartfield/Jean-Julien Rojer erfolgreich. Im Finale treffen Koellerer und Moser morgen auf das österreichisch-deutsche Spitzenteam Alexander Peya/Philipp Marx.
Sollten Koellerer und Peya heute in ihren Einzel-Halbfinalspielen erfolgreich sein, gäbe es am Finalsonntag in der 30-jährigen Turniergeschichte verschiedene Premieren. Beispielsweise wäre es das erste Mal, dass beide Einzelfinalisten auch im Doppelfinale gegeneinander spielen. Ferner hat es in Fürth bisher noch nie ein rein österreichisches Einzelfinale gegeben.

