Das Hauptfeld zum Greifen nah
Montag, 01. Juni 2009 um 09:50 Uhr
Der erste Tag der Qualifikation, der wegen der 24 zu absolvierenden Erst- und Zweitrundenmatche gerne auch als „Großkampftag“ bezeichnet wird, verlief völlig reibungslos. Bei sommerlichen Temperaturen hatten ATP-Supervisor Tom Barnes und Turnierdirektor André Zietsman keine Mühe, Spieler, Schiedsrichter und Teammitglieder auf die 31. Auflage der Schickedanz Open einzu-stimmen. Dass auch nach so vielen Jahren nicht alles Routine ist, bewies die Ankunft eines von der ITF entsandten Doping-Control-Teams (siehe auch Interview).
Den Zuschauern, die trotz des Bundesligaaufstiegsspiels des 1. FC Nürnberg relativ zahlreich in Fürth erschienen waren, wurde am ersten Qualifikationstag zum Großteil spektakuläres Tennis geboten. Für eine Beinahe-Sensation sorgte das bayerische Talent Marc Sieber, das die Nummer 81 der Weltrangliste, Eduardo Schwank (ARG), zwei Sätze lang stark unter Druck setzte. Nach einer Spielzeit von knapp drei Stunden musste sich Sieber schließlich mit 6:7, 7:5 und 1:6 geschlagen geben. Mit Peter Torebko und Alexander Flock konnten zwei weitere deutsche Spieler das Quali-Finale erreichen. Während Torebko scheinbar mühelos gegen Mait Kunnap (EST) und Vincent Millot (FRA) erfolgreich war, musste der an Position 8 gesetzte Flock in der ersten Runde eine Zitterpartei überstehen, ehe er Giancarlo Petrazzuolo (ITA) in drei Sätzen besiegt hatte.
Ob sich das deutsche „Quali-Trio“ gegen die starke internationale Konkurrenz wird behaupten können – die Qualifikation der Schickedanz Open ist in diesem Jahr fast genauso gut besetzt wie die des ATP-Turniers BMW Open in München vor wenigen Wochen (Cut off Fürth: 588, Cut off Mün-chen: 551) – bleibt abzuwarten.
Aufgrund der bisher gezeigten Leistungen wäre es den Spielern auf jeden Fall zu wünschen.
Natalie Schwägerl

